Fachbeitrag im Human Resources Manager: Legacy im HR – wenn Wissen in Rente geht

8. Juli 2026

Fachbeitrag im Human Resources Manager: Legacy im HR – wenn Wissen in Rente geht

Matthias Mut über die dritte Form von Altsystemen: das Erfahrungswissen ausscheidender Mitarbeitender. Bis 2039 gehen 13,4 Millionen Beschäftigte in Rente – der Fachbeitrag im Human Resources Manager zeigt, wie Unternehmen dieses Wissen sichern, bevor es das Haus verlässt.

Legacy ist nicht nur Technik

Im Fachmagazin Human Resources Manager ist am 8. Juli 2026 ein Gastbeitrag unseres Geschäftsführers Matthias Mut erschienen. Das Thema: eine Form von Altlast, die in Modernisierungsprojekten regelmäßig übersehen wird.

Wenn von Legacy die Rede ist, denken die meisten an alte Software – an eine Access-Datenbank, ein nicht mehr gewartetes ERP, ein Fachverfahren aus den Neunzigern. Der Beitrag argumentiert, dass es daneben zwei weitere Formen gibt: Legacy in Prozessen („das haben wir immer so gemacht") und Legacy in Köpfen. Letzteres ist das riskanteste, weil es unsichtbar bleibt, bis es weg ist.

Warum das gerade jetzt relevant ist

Bis 2039 verlassen rund 13,4 Millionen Beschäftigte den deutschen Arbeitsmarkt. Jeder von ihnen nimmt Erfahrungswissen mit, das in keinem System dokumentiert ist: welcher Lieferant bei Engpässen wirklich liefert, warum eine Schnittstelle vor Jahren genau so gebaut wurde, welche Ausnahme in der Abrechnung seit jeher von Hand korrigiert wird.

Dieses Wissen ist selten aufgeschrieben – und wenn doch, dann in Formaten, die niemand wiederfindet. Genau dort trifft der Fachkräftemangel auf das Thema Altsysteme: Wer eine alte Anwendung ablösen will, braucht nicht nur den Code, sondern das Verständnis dafür, warum sie sich so verhält, wie sie sich verhält. Wir haben diesen Zusammenhang auch in unserem Beitrag zum Fachkräftemangel bei alten Technologien beschrieben.

Was der Beitrag empfiehlt

Der Artikel skizziert einen Weg, Erfahrungswissen systematisch zu sichern, statt auf Abschiedsprotokolle und Zufall zu hoffen:

  • Strukturierte Experteninterviews statt loser Übergabegespräche – geführt entlang der Prozesse, die die Person tatsächlich verantwortet hat
  • KI-gestützte Aufbereitung der Gespräche zu durchsuchbaren Wissensbausteinen, die im Alltag auffindbar sind
  • Anonymisierung von Anfang an, damit personenbezogene Inhalte gar nicht erst in Systeme gelangen, in die sie nicht gehören
  • Der Betriebsrat gehört an den Anfang, nicht ans Ende – Wissenssicherung berührt Leistungsdaten und Persönlichkeitsrechte
  • DSGVO und EU AI Act mitdenken, weil der Einsatz von KI im Personalkontext dokumentationspflichtig ist

Zum Weiterlesen

Den vollständigen Beitrag lesen Sie im Human Resources Manager: Legacy im HR: Wenn Wissen in Rente geht

Wie wir Unternehmen bei genau diesen Themen begleiten, zeigen unsere Seiten zu Altsystemen ablösen und modernisieren und zur Branche HR & Personalwesen. Wenn Sie das Thema in Ihrem Unternehmen konkret angehen wollen, sprechen Sie uns an.

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